Verkehrssicherheit

Motorisierter Verkehr ist für das Gemeinschaftsleben, für die Güterversorgung und für die individuelle Lebensgestaltung unverzichtbar geworden.

Dies wurde sprunghaft mit der Öffnung der innerdeutschen Grenze im November 1989 und der anschließenden Herstellung der Deutschen Einheit auch im Land Mecklenburg-Vorpommern deutlich.

Der Verkehrssicherheit kommt eine hohe Bedeutung zu, geht es doch hierbei um den Schutz des Lebens und der körperlichen Unversehrtheit.

Infolge der dramatischen Entwicklung der Unfälle in den ersten Jahren nach 1990 wurde dem Landesamt mit gemeinsamen Erlass des Wirtschafts- und Innenministers vom 17. Juni 1992 „Zur Unfallbekämpfung“ die Aufgabe zur Bildung einer Unfallkommission für Bundesautobahnen und ab dem Jahr 1996 einer Landesunfallkommission übertragen. Jene Aufgaben sind nunmehr in der „VwV-Unfallbekämpfung“ vom 01.01.2012 verankert.

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Besprechung Unfallkommission in Mecklenburg-Vorpommern

Besprechung Unfallkommission in Mecklenburg-Vorpommern

Besprechung Unfallkommission in Mecklenburg-Vorpommern

Die Landesunfallkommission nimmt sich in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen Unfallkommissionen (untere Straßenverkehrsbehörden, Straßenbaubehörden und  Polizei) nach Analyse der Unfalltypensteckkarten der Unfallhäufungspunkte und –strecken im Land Mecklenburg-Vorpommern an. Zahlreiche für Kraftfahrer und andere Verkehrsteilnehmer gefährliche Stellen konnten entschärft werden. Die Zahl der Verkehrstoten sank von 624 im Jahr 1991 auf den bisher tiefsten Stand von 80 im Jahr 2013. Ein besonderes Problem stellen dabei die Getöteten mit Baumanprall dar.

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Allee mit Schutzplanken

Allee mit Schutzplanken

Allee mit Schutzplanken

Alleen in Mecklenburg-Vorpommern gehören zu den erhaltenswerten Sehenswürdigkeiten unseres Landes. Sie sind – entgegen der oftmals vertretenen Auffassung - nicht die Ursache für schwere Unfallfolgen mit Baumanprall.
Die wahren Ursachen sind Raserei und Rücksichtslosigkeit. Um diesen verstärkt entgegenzutreten, sind im Jahr 1999 sämtliche Bundes- und Landesstraßen mit Alleen einer gesonderten Prüfung unterzogen und viele verkehrssichernde Maßnahmen vorgenommen worden, wie Geschwindigkeitsbeschränkungen, Tempokontrollen und Überholverbote. Dazu gehört auch die Installation von Schutzplanken an besonders gefährlichen Streckenabschnitten auf nunmehr ca. 800 km. In Folge dessen konnte die Zahl der Verkehrstoten mit Baumanprall von 188 im Jahr 2000 auf 24 in 2012 und 2013 gesenkt werden.

Neben vorgenannten Maßnahmen sorgte und sorgt das Landesamt für eine ordnungsgemäße Überwachung des fließenden und ruhenden Verkehrs.
Unter Federführung bzw. Mitwirkung des Landesamtes entstand eine Reihe von Erlassen/Richtlinien, wie z. B.

  • Erlass zur Geschwindigkeitsüberwachung im öffentlichen Straßenverkehr in Mecklenburg-Vorpommern vom 22. Dezember 1995 i.d.F. vom 01. März 2003
  • Erlass zur Überwachung des ruhenden Verkehrs vom 2. Juli 1996